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Ein Programm der Universität Leiden
Kosmisches Osterei
16. April 2017

Viele Urvölker glaubten, dass die Erde in einer riesigen Kuppel eingeschlossen sei, über die jede Nacht die Sterne reisen.

Im Laufe der Zeit wurde uns klar, dass die Sterne tatsächlich sehr weit weg sind, verstreut in der Milchstraße oder darüber hinaus. Sie bewegen sich nicht über das Innere einer riesigen Kugel, wie es scheint.

Doch diese alte Idee ist immer noch nützlich. Heute nennen wir die Kuppel die "Himmelssphäre" und diese gibt uns eine einfache Möglichkeit, Karten des Universums zu erstellen.

Bei dieser Art von Karte ignorieren wir, wie weit die Sterne entfernt sind. Stattdessen stellen wir uns vor, dass sich alles, was wir am Himmel sehen, auf der Innenseite eines riesigen Balls befindet, der die Erde umgibt.

Dieses ovale Bild sieht aus wie ein wunderschön dekoriertes Osterei, aber es stellt den ganzen Himmel dar. Dieses Bild ist eigentlich eine Karte, die zeigt, wie der Gaia-Satellit den Himmel während seiner ersten 14 Monate beobachtet hat.

Um seine Mission zu erfüllen und die gesamte Milchstraßen-Galaxie zu kartografieren, dreht sich Gaia langsam im Weltraum. Dadurch bewegen sich seine zwei Augen in riesigen Kreisen über den gesamten Himmel. Die Raumsonde dreht sich viermal täglich um sich selbst und bewegt sich außerdem um die Sonne. Dadurch tastet sie jeden Tag verschiedene Teile des Himmels ab!

Die Farben zeigen uns, wie oft Gaia verschiedene Bereiche des Himmels betrachtet hat. Die Bereiche, die am häufigsten beobachtet wurden, sind blau dargestellt; die Bereiche, denen Gaia am wenigsten Aufmerksamkeit geschenkt hat, sind pfirsichfarben.

Coole Tatsache

Während seiner fünfjährigen Mission wird Gaia 1000 Millionen Sterne etwa 70 Mal pro Jahr beobachten. Das bedeutet, dass sie täglich etwa 40 Millionen Sterne studieren wird!

Mathias Jäger

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Bilder

Kosmisches Osterei
Kosmisches Osterei

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